Schmerzmittel werden häufig bei Menstruierende monatlich verwendet, um Beschwerden wie Schmerzen, Fieber oder Krämpfe zu lindern. Auch wenn diese Medikamente in der Regel sicher sind, wenn sie korrekt angewendet werden, können sie bei langfristigem oder unsachgemäßem Gebrauch negative Auswirkungen auf den Körper haben. Die Nebenwirkungen variieren je nach Medikament und individueller Empfindlichkeit.
Nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR) ist eines der am häufigsten verwendeten Schmerzmittel bei Menstruationskrämpfen und anderen Schmerzen. Es hat entzündungshemmende, schmerzlindernde und fiebersenkende Eigenschaften, aber es gibt auch einige mögliche Nebenwirkungen:
Negative Auswirkungen:
- Magen-Darm-Probleme: Es kann die Magenschleimhaut reizen, was zu Magenschmerzen, Übelkeit, Verdauungsstörungen und in schweren Fällen zu Magen- oder Darmgeschwüren führen kann. Bei langfristiger Anwendung steigt das Risiko für Magenblutungen oder -geschwüre, insbesondere bei Frauen, die empfindlich auf NSAR reagieren oder diese in hohen Dosen einnehmen.
- Nierenprobleme: Langfristiger Gebrauch von Ibuprofen kann die Nierenfunktion beeinträchtigen, da NSAR die Nieren durch die Hemmung von Prostaglandinen belasten, die für die Durchblutung und den Flüssigkeitshaushalt in den Nieren wichtig sind. Besonders bei Menschen mit vorbestehenden Nierenproblemen kann dies gefährlich sein.
- Herz-Kreislauf-Risiken: Bei längerer und hoher Dosierung können NSAR das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einschließlich Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall, erhöhen. Dieses Risiko ist bei Menschen über 65 Jahren oder bei bestehenden Herzerkrankungen besonders ausgeprägt.
- Blutgerinnungsstörungen: NSAR können die Blutgerinnung beeinflussen und die Blutungsneigung erhöhen, was insbesondere für Menstruierende problematisch sein kann, die bereits eine Neigung zu Blutgerinnungsstörungen haben.
Nichtopioide-Analgetika sind weit verbreitete Schmerzmittel, die insbesondere bei leichteren Schmerzen und Fieber eingesetzt wird. Sie haben keine entzündungshemmende Wirkung, wird aber als weniger belastend für den Magen als NSAR angesehen.
Negative Auswirkungen:
- Leberprobleme: Eine der schwerwiegendsten Nebenwirkungen ist die Schädigung der Leber. Bei Überdosierung oder regelmäßigem, hohen Konsum kann es zu akuten Leberschäden und sogar zu Leberversagen führen. Besonders gefährlich ist die Kombination mit Alkohol, da dies das Risiko von Leberschäden stark erhöht.
- Nierenprobleme: Bei übermäßigem Gebrauch können sie Nieren schädigen, insbesondere wenn es über längere Zeiträume und in hohen Dosen eingenommen wird.
- Allergische Reaktionen: In seltenen Fällen können allergische Reaktionen wie Hautausschläge, Atembeschwerden oder Schwellungen verursachen. Bei schweren allergischen Reaktionen ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich.
- Psychische Auswirkungen: Es gibt einige Hinweise darauf, dass regelmäßiger Konsum mit einem erhöhten Risiko für depressive Symptome und psychische Probleme in Verbindung stehen kann, insbesondere bei Langzeitanwendung.
Antispasmodikum, das häufig verwendet wird, um Krämpfe im Magen-Darm-Trakt zu lindern, z. B. bei Menstruationskrämpfen. Es entspannt die glatte Muskulatur und hilft, Schmerzen durch Krämpfe zu reduzieren.
Negative Auswirkungen:
- Mundtrockenheit: Eine häufige Nebenwirkung ist Mundtrockenheit, da es die Speichelproduktion hemmt.
- Sehstörungen: Es kann das Sehvermögen beeinträchtigen, insbesondere bei höheren Dosen. Es kann zu verschwommenem Sehen oder Schwierigkeiten beim Scharfstellen führen.
- Verstopfung: Es kann die Darmtätigkeit verlangsamen, was zu Verstopfung führen kann. Besonders bei Menschen, die ohnehin zu Verdauungsproblemen neigen, kann dies problematisch sein.
- Herz-Kreislauf-Probleme: In seltenen Fällen kann es zu erhöhter Herzfrequenz oder anderen Herz-Kreislauf-Problemen führen, insbesondere bei älteren Frauen oder denen mit bestehenden Herzproblemen.
- Harnverhalt: Es kann zu Schwierigkeiten beim Wasserlassen kommen, was insbesondere bei Menstruierenden problematisch sein kann, die ohnehin zu Blasenproblemen neigen.
- Allergische Reaktionen: Wie bei vielen Medikamenten kann es auch zu allergischen Reaktionen kommen, einschließlich Hautausschlägen, Juckreiz und in sehr seltenen Fällen zu schweren Reaktionen wie Atembeschwerden.